Es wird ordentlicher…

… als wäre eine Frau bei mir einzogen.

Allerdings (vorerst) nur auf meinen Webseiten – zuhause sieht es nach wie vor aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ich erspare Euch Bilder meines Studios… Weil demnächst aber Teile meines Audio-Equipments gegen ein paar Instrumentals und Mastering getauscht werden bin ich zuversichtlich, dass zumindest mein Arbeitsplatz wieder einigermaßen „belebbar“ aussehen wird.

Bevor ich loslege und mir die Finger blutig schreibe, ein paar Worte zur Zukunft meines privaten Blogs (dem, den du gerade liest) und warum ich mich entschieden habe, die paar Webseiten, in deren Backends ich gegenwärtig rumwüte als gäbe es kein Morgen…

Also.

Um die Sache übersichtlicher zu gestalten (ich verspüre gerade keine besondere Lust, mir Kategorien für meine Gedanken zu überlegen) „ordne“ ich mich heute Mal testweise in Bulletpoints um zu überprüfen, ob es den Lesefluß verbessert oder den Text im Nachhinein doch zu sehr nach PowerPoint Slide aussehen lässt. Niemand hätte sich je in der Badewanne zu Rilke ein Glas Wein gegönnt, wenn der gute Mann die besten Wörter der Effizienz willen kurzerhand (dieses Wort finde ich vor dem gleich folgenden großartig!) abgekürzt hätte.

Lazy Challenge ist vorbei

Ich habe mich nach meiner sechs Wochen andauernden „Lazy-Challenge“ (wer meinem privaten Instagram Feed folgt, hat die Masse an täglichen Süßigkeiten, die ich mir gegönnt habe um sieben Kilo Körperfett zuzulegen, wohl kaum übersehen) dafür entschieden, wieder zu einem gesünderen Lebensstil zurück zu kehren. Zwar ohne Kalorien zählen und ähnliches Gedöns, das nur deine Lebensqualität einschränkt und dich mit einer negativen Attitude belastet. Aber an einigermaßen regelmäßigem Lauftraining führt wohl kein Weg vorbei, wenn ich den Pans beseitigen möchte, der sich mir beim Sitzen zärtlich über die Gürtelschnalle legt.

Es ist schon erstaunlich, was die tägliche Zufuhr an Energy Drinks und Schokoladenriegeln mit dem menschlichen Körper anrichtet, wenn man nicht mit Sport gegenwirkt. Vielleicht hat mein Motivationstief seinen Ursprung auch im viel zu langsamen Vorankommen unseres Street-Sport-Labels MODC, das zu allem Überfluss auch noch ganz alleine mein Verschulden ist. Weil ich die faule Zeit allerdings auch wie geplant u.a. mit der Arbeit an neuer Musik verbracht habe und dieses Jahr noch ein Videodreh ansteht, spekuliere ich darauf, spätestens unmittelbar vorm Dreh die Geduld zu verlieren und eine weitere Kollektion in Mini-Auflage in Auftrag zu geben. Das letzte Probeexemplar des mehrfach bedruckten T-Shirts hat mit Porto über sechzig Euro gekostet…

Was ist sonst so passiert?

Office im Hause Mama

Seitdem ich alleine wohne, habe ich wieder viel mehr Zeit in meinem Elternhaus verbracht. Das hat zunächst ganz banale Gründe – meine Dachbodenwohnung ist im Sommer einfach zu heiß, um Mittags darin zu arbeiten – aber liegt ehrlich gesagt auch daran, dass ich dosierte Gesellschaft mittlerweile der Einsamkeit vorziehe. Ich kann mich nur dann wirklich voll und ganz auf anspruchsvollere Arbeiten konzentrieren, wenn ich auch Mal die Bürotür absperren und Kopfhörer aufsetzen kann. Schon die bloße Möglichkeit, bei einem wichtigen Gedanken unterbrochen zu werden, stört mich unterbewusst. Zum anderen ist es furchtbar, gerade beim Erforschen neuer Themenfelder und Ideen während der Arbeits- und Lernpausen niemanden in greifbarer Nähe zu haben, mit dem / der man sich unterhalten und neue Einfälle diskutieren könnte. Deswegen freut es mich umso mehr, wenn ich unter der Woche auch Mal mehrere Tage im Familienhaus (Meine beiden Cousins, Tanten, Onkel, Opa etc. wohnen alle im selben Haus) bzw. der Wohnung meiner Eltern lebe.

Dort habe ich mir ein kleines Büro direkt neben das Office meines Stiefvaters gebaut mit riesiger Fensterfront in Richtung Garten und mit schützenden Zimmern zur Sonnenseite – kühler geht nicht! Zu meiner Linken geht es direkt zur Küche, in der meine geschätzte Frau Mama auch Mal geduldig meinen Ausführungen zum Datenschutzrecht auf Facebook lauscht, während sie mir Milchreis mit frischen Kirschen zubereitet. In solchem Momenten leuchtet mir ein, warum manche Italiener noch mit Vierzig zuhause wohnen. Obwohl diese vermeintliche Einsicht auch nur so lange Gültigkeit besitzt, wie man spätestens am dritten gemeinsam in derselben Wohnung verbrachten Tag in alte Kommunikationsmuster zurück fällt – während der eigene Vater recht früh dazu über geht seinen Sohn mehr als Kumpel und Freund denn als Schützling zu betrachten, bleiben die Kinder in den Augen der Mutter stets Kinder.

Musik geht voran

Auch musikalisch tragen all die Nächte in denen sich die Leere in meinem Kopf auf dem Notenblatt vor mir widerspiegelte und ich mich einfach zwang weiter zu schreiben endlich Früchte. Insgesamt scheint mir etwas in der Luft zu liegen, denn auch befreundete Musiker in meinem direkten Umfeld haben wieder Output zu verzeichnen. So hat meine geschätzte Freundin M seit langer Zeit ihr erstes Konzert gespielt und mir gestern ein Video gesendet von einem Track, den sie neu geschrieben hat und der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich kann es kaum erwarten, ein Duett mit ihr zu singen bzw. sie Klavier und Gesang für eine Hook beisteuern zu lassen. Für meine eigenen Tracks habe ich im Tausch gegen mein zweites Mikro (Rode NT1-A) drei Instrumentals, Recording und Mastering vereinbart. Wie immer bei solchen Deals warte ich mit dem Freuen aber, bis die Songs im Kasten sind.

Wir haben auch bereits März die groben Konditionen für einen Videodreh am Meer ausgehandelt, mit knackigen Feuertänzerinnern – ohne hübsche Frauen im Video geht heutzutage ja Mal gar nix – und ein paar anderen coolen Details, von denen ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie sie realisiert werden sollen. Aber das macht die Sache ja so spannend. „Weil’s einfach keinen Unterschied macht“ wird definitiv der Track sein, zu dem wir das erste Video drehen. Nicht nur, weil ich einiges an Herzblut in die Lyrics gesteckt habe. Auch und vielleicht ganz besonders sogar weil der Beat, den ich mir für den Arbeitstitel vom einem US-Produzenten „geborgt“ habe, von der Atmosphäre her genau ich die Richtung geht, psychedelisch. Ich reflektiere zunehmend intensiver, wie meine eigene Musik als Hörer auf mich wirkt und vor allem, welche Grundstimmung ein Instrumental erzeugen muss, um das richtige Mindset für die jeweiligen Lyrics zu ebnen.

Tracking-Fetischist

Ich bin mittlerweile gute 6 Monate ohne Facebook unterwegs und muss sagen, dass die Effekte sogar noch krasser sind, als im Vorfeld angenommen. Ich habe damals über mehrere Wochen mein Surfverhalten mithilfe diverser Tools getrackt (schaut einfach Mal im AppStore Eurer Wahl, gibt unzählig viele geeigneter Zeittracking-Tools, die meist kostenlos erhältlich sind) und festgestellt, dass ich über 30% meiner gesamten Surfzeit auf Facebook verbrachte. Weil Facebook als Traffic-Kanal zu jener Zeit keine Relevanz für uns hatte und die Nutzung deswegen meistens unter „Privat“ zu verbuchen war, stand also fest: Drei bis fünf Stunden Facebook am Tag sind einfach zu viel. Zudem handelt es sich einfach um Beschiss am Kunden, wenn ich in meiner Arbeitszeit mit irgendwas Anderem beschäftigt bin als der Arbeit am Kundenprojekt. Vielleicht gehöre ich zu einer seltenen Art, aber ich stoppe mein Time-Tracking in der Regel selbst, wenn mir ein Kugelschreiber hinunterfällt und sobald ich meinen Arbeitsplatz um mehr als drei Meter verlasse – etwa, um frischen Kaffee aus der Küche zu holen, stoppt das Tracking ebenfalls und es wir kein Lohn berechnet.

Das mache ich, weil beim Dokumentieren von Prozessen stets das individuelle A-Game angestrebt werden soll. Speziell bei Packages mit festen Preisen hat dies zum Vorteil, dass der Profit nur auf eine Weise gesteigert werden kann: Indem die Aufgabe effizienter erfüllt wird. Während Beratung auf Stundenbasis zur Folge hat, dass der Consultant motiviert sein könnte, einfach bewusst langsamer zu arbeiten um mehr zu berechnen, läuft die Motivation beim Fixpreis-Modell / Packages darauf hinaus, dass man stets an individueller Bestleistung interessiert ist. Die schwankt natürlich nach Tagesform und an manchen Tagen ist nicht mehr drin als B oder gar C-Game. Aber die Dokumentation, die schaut aufs A-Game. Natürlich funktioniert der Ansatz aber auch nur dann, wenn der Mitarbeiter ebenfalls von der gesteigerten Effizienz profitiert – etwa durch Bonuszahlungen oder (ein Modell, das ich liebe!) durch Provisionen / Anteile auf Projektbasis.

Was ich am Bloggen so schätze

Bevor ich mich jetzt aber verstricke in Ausführungen zum korrekten Pricing von Agenturleistungen – Content, der auf sxoagentur.de gehört und gerade nicht auf meinen privaten Blog – ein paar Worte zum Thema „Bloggen“ und warum ich diese Form der Kommunikation nach Außen gewählt habe. Dass ich bereits seit jungen Jahren einigermaßen regelmäßig am Computer sitze und Dinge eintippe, die bei großzügiger Betrachtung als Literatur gelten könnten, ist für Leser meines Blogs bzw. Leute, die mich kennen, wahrscheinlich keine all zu große Neuigkeit. Hier und da hat sich beruflicher mit „privatem“ Content gemischt, was für den Leser bisweilen irritierend sein muss, weswegen ich mich für ein klares Splitting von Content mit Marketing-Bezug und Content ohne diesen Bezug entschieden habe. Auf sxoagentur.de landet fortan alles, was mit meinem Beruf zu tun hat – bis auf solche Gedanken, die eher auf Meta-Ebene zu verorten sind und sich thematisch mit Gegenständen wie Psychologie in der Mitarbeiterführung (kleiner Scherz, haha!) auseinander setzen.

Bloggen ist aus vielen Gründen das aus meiner Sicht sympathischste Kommunikationsmittel. So steht es dem Leser selbst frei, ob und zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form er neue Artikel lesen möchte. Gerade bei Themen wie SEO kann es hilfreich sein, potentiellen Kunden im Vorhinein auch Mal detailliertere Einblicke in die tägliche Arbeit bspw. in unserer Agentur zu erlauben. Weil es sich bei SEO um keine geschützte Berufsbezeichnung handelt und professionell gestaltete Webseiten heutzutage per Mausklick von jedem Laien online gestellt werden können, handelt es sich bei Content um eine der besten Möglichkeiten, Kompetenz zu beweisen. Kunden, die ich persönlich als Kunden haben möchte, sollen nachvollziehen können, was alles hinter vermeintlich simplen Arbeiten wie Backlink Building steckt. Ich verstehe die Skepsis vollkommen, dass eine E-Mail mit zehn Backlinks im Anhang, die man sich zudem auch noch selbst kaufen muss, tausend Euro wert sein soll. Hat man aber erst Mal mitverfolgt, welches Maß an handwerklichen und analytischen Vorleistungen vonnöten ist, um auch nur einen dieser Links zu identifizieren, und wie hoch der Einfluss auf das organische Ranking der gesamten Domain sein wird, dann sieht die Sache wieder anders aus und man „tauscht“ plötzlich tausend Euro gegen hunderttausend Euro an Traffic-Wert.

Die gestrigen Google Analytics Stats von jeanport.de

Zudem halte ich es für äußerst kompliziert, Menschen mit nichts als Text hinters Licht zu führen. Ein paar Sales Copys übersetzen oder umschreiben kann jeder. Aber über mehrere tausend Wörter eigene Gedanken zu einem bestimmten Thema zu verfassen ohne den geringsten Schimmer zu haben und dabei nicht direkt von jedem drittklassigen „Experten“ als Hochstapler entlarvt zu werden, halte ich für eine Unmöglichkeit. Und wer es schafft, gehört wiederum automatisch zur absoluten Weltklasse im Copywriten – wodurch er wiederum kein Hochstapler sein kann. In diesem Moment erinnere ich mich an das Kapitel aus „Die 10 Gebote des gesunden Menschenverstands„, welches ich jüngst gelesen und für großartig befunden habe.

Wer die angeführten Beispiele in der Google Books Vorschau zu Gemüte führt, wir verstehen, warum ich gerade köstlich lachen musste! Ich selbst schaue bei der Entscheidung zwischen mehreren potentiellen Partnern etwa stets zuerst nach möglichen Veröffentlichungen in Form von Blogbeiträgen, E-Books aber auch Kommentaren in anderen Blogs oder Forenbeiträge. Für was sich ein Mensch wirklich interessiert, kann man recht einfach nachvollziehen, wenn man ein klein wenig (automatisiertes) Reverse-Engineering betreibt. Umso wichtiger ist es für mich momentan auch wieder, privaten und humoristischen Content als solchen zu „kennzeichnen“, indem er einfach auf einer gesonderten Domain liegt, und den Content auf sxoagentur.de durch Lektoriat und Co. glänzen zu lassen. Sinn und Zweck von Content auf der Firmenseite ist ja, die richtige Zielgruppe zum Bleiben und Abonnieren zu animieren. An meinem persönlichen Schreibstil arbeiten kann ich fortan ja hier.

Am privaten Bloggen reizt mich neben dem Schreiben selbst vor allem die Möglichkeit, interessante Menschen aus aller Welt zu erreichen, die womöglich ähnliche Gedanken und Überzeugungen, Hoffnungen und Ängste etc. teilen. Aus demselben Grund denke ich auch über eine Englische Version nach. Kann nicht schaden, hier und da auch Mal längere Beiträge auf Englisch zu veröffentlichen, um die Response zu vergleichen. Ich bin nach wie vor in keinem deutschen Forum unterwegs; habe mich allerdings bei Xing angemeldet und bin dort ein paar Foren beigetreten. Insgesamt halte ich Karriere-Portale zwar für interessant, aber meiner Erfahrung nach lässt sich über Facebook – eine saubere Zielgruppendefinition vorausgesetzt – bedeutend höhere CTRs erreichen. Was womöglich daran liegt, dass die allermeisten Beiträge auf Karriereportalen stinklangweilig sind. Vor allem die Deutschen: Langweiligeren Content kann man eigentlich gar nicht mehr produzieren. Eine Gebrauchsanweisung hat häufig mehr Biss.

Neue Köpfe bei DMT

Auch mit der Agentur geht es weiter voran, obwohl mich der Umstand, dass die Hosting Pakete von All Ink nicht kompatibel sind mit SemRush – die Crawler werden serverseitig ausgesperrt, weil es in der Vergangenheit wohl zu Performance Problemen kam. Großartig, wo wir uns am Tag zuvor gerade 50 neue Slots bei SemRush besorgt und bei All Ink auch noch 16 Domains frei haben. Naja. Wo die DMT Webseite also schon wieder von neu gemacht werden muss, habe ich mich grad dafür entschieden, auch ein einheitliches neues Design zu verwenden. Dafür habe ich mich für ein vorgefertigtes SEO-Theme entschieden, bei dem ich lediglich die Grafiken selbst zeichnen und austauschen werde, falls überhaupt Customizing stattfinden sollte. Wir sind keine Entwickler, von daher brauch ich auch niemanden mit einzigartigem Quellcode zu beeindrucken.

Jedenfalls hoffe ich das, haha. Während ich zeitlich also zum wiederholten Mal eine Woche nach hinten geworfen werde, gibt es auch die ein oder andere coole Neuigkeit, die da wären: Daniel und Buddy arbeiten (wieder) mit mir zusammen! Lange ist es her, dass wir Drei gemeinsam für ein Jahr in Burbach in einer WG wohnten und ich bin nicht der Einzige, der ein paar wunderschöne Erinnerungen an die Zeit gespeichert hat. Nicht nur, dass sich Sebastian ab September in meiner Wohnung niederlassen wird – nach Abschluss seines Bachelor Studiums wird er sich auch fest der Arbeit in unserer Agentur verschreiben. Wie zu erwarten, hat ihn allerdings auch wieder die Reiselust gepackt, weswegen ich mich jetzt bereits um die nötige Infrastruktur kümmere, damit er auch von Orten aus arbeiten kann, die naturgemäß über äußerst schlechtes W-Lan verfügen 😉

Auch Daniel Hager hat sich als Freelance Consultant unserem Team angeschlossen und unterstützt uns fortan in Design-Fragen. Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt, der ähnlich akribisch über Stunden vor seinem Bildschirm sitzt, um auch noch den letzten Pixel in Perfektion zu bearbeiten. Er ist auch für die Produktion von unserem Podcast zuständig, von dem wir nach dem heutigen Abend (erst Folge!) hoffentlich entschieden haben, wie er denn heißen soll: „Onpoint“ oder „Kannkind“. Wobei ich aus ganz pragmatischen Gründen zu letzterem tendiere, denn für Kannkind bestehen bereits Domain und Logo, was den zusätzlichen Arbeitsaufwand eingrenzt. Die Marketing School hat bestimmt noch ein gutes Jahr vor sich und wird wenn’s soweit ist ohnehin fest in die Website von DMT integriert, wenn auch mit OptimizePress Theme auf einer gesonderten Installation / Ordner.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.